Alle Jahre wieder...

29.11.2018 |

... so heißt es in einem bekannten Adventslied. Alle Jahre wieder feiern wir Weihnachten, ein Freudentag. Jesus wird geboren!
Für mich ist Weihnachten jedes Jahr eine ganz besondere Zeit.
Die Stimmung draußen in der Natur und die Atmosphäre in der Familie ist anders als im Rest des Jahres, ruhiger, ja besinnlicher.

 

Obwohl ich zugeben muss: dieses Jahr ist meine Weihnachtsfreude getrübt. Die Schwierigkeiten und Probleme in der Kirche, die in den letzten Wochen und Monaten deutlich wurden, beschäftigen mich sehr. Wie soll ich an die froh machende Botschaft des Evangeliums glauben, mehr noch, wie soll ich sie authentisch verkünden? Und wie kann ich mich als junge Frau in diese Kirche einbringen, ihr ein Gesicht geben. Diese Fragen begleiten mich bei meiner täglichen Arbeit und machen mich immer wieder traurig, wütend und hilflos.

Vielleicht hilft mir aber ein Perspektivenwechsel: Ich lese bei J. Sperna Weiland: „Das Wesentliche an Jesus von Nazareth war seine Freiheit.“ Eine Freiheit der Liebe, weil sie ohne Sorge und Angst vor der Zukunft und ohne den Drang nach Selbstbehauptung auskommt; eine Freiheit der Liebe, die sich nicht einsperren lässt in Traditionen und Gesetzen der Gelehrten. Es ist eine Freiheit, die ansteckend ist und neues Leben weckt.

Vielleicht sollte auch ich das immer wieder versuchen: Unbeirrt meinen Glauben leben, ihn verkünden und Zeugnis geben von Gott der Liebe – auch und gerade in dieser Zeit und in dieser Kirche. Machen Sie mit? Ich wünsche Ihnen allen Momente dieser Freiheit der Liebe, ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr.

Ihre Elisabeth Waibel