Fokolar-Bewegung

28.11.2019 |

Was bedeutet uns die Spiritualität der Fokolar-Bewegung?

Gerhard Schrimpf:
Nach 7 Jahren Priester-Ausbildung inTheologie und Pastoral wurde mir durch die fast zufällige Begegnung mit der Spiritualität der Fokolar-Bewegung ein Raum geöffnet, der mich die Nähe und Liebe Gottes wie nie zuvor erfahren ließ. Vor allem im Wort Gottes (Hl. Schrift), in der Eucharistie, in der gegenseitigen Liebe, in der Verlassenheit Jesu am Kreuz wurde mir ein Licht geschenkt, dem zu folgen mich immer wieder neu herausfordert und fasziniert - ob als Einzelner oder in Gemeinschaft, in der Begegnung mit Angehörigen anderer Konfessionen, Religionen oder Völker und Kulturen.

Stephan Sailer:
Als Jugendlicher hatte ich die Möglichkeit, an einer Familienfreizeit der Fokolar-Bewegung teilzunehmen. Ich spürte, dass eine besondere Atmosphäre der Gemeinschaft und der Verbundenheit die Menschen zusammenführte. Das war der Beginn eines persönlichen Kennenlernens und Hineinwachsens in die Spiritualität der Fokolar-Bewegung. Als Theologiestudent bekam ich durch diese Erfahrung hilfreiche Impulse für meine Entscheidung, Priester zu werden. Es war mir von Anfang an wichtig, im Austausch mit den Menschen mit „Jesus in der Mitte“ sein Wort zu leben. Der Wunsch, gemeinsam das Leben zu teilen, hat sich im September 2013 durch den Einzug in die Wohngemeinschaft der Fokolar-Priester in Weinheim erfüllt.
 
Dieter Rottenwöhrer:
Durch Chiara Lubich habe ich den Wert des Menschen tiefer entdeckt: Jeder ist unendlich wertvoll, einfach weil er ein Mensch ist. Gott hat jeden von uns persönlich erschaffen und sagt ohne Vorbedingung in allen Situationen unseres Lebens sein ganzes Ja zu uns. Denn Gott ist Liebe (1 Joh 4,16). Als das bei mir als junger Priester einschlug, hatte es Konsequenzen für mich. Ich durfte lernen, in jedem Augenblick meines Lebens zu mir ja zu sagen, egal was war. Es ist für mich bis heute immer noch abenteuerlich und fast unglaublich, mich so persönlich von Gott gemeint und geliebt zu wissen. Eine weitere Konsequenz: Er lädt mich ein, selbst in ähnlicher Weise meine Mitmenschen zu sehen und auf sie zuzugehen. Wenn ich nicht so lebe, spüre ich, dass ich daneben bin. Und das passiert laufend. Aber es ist genial, immer neu anfangen zu dürfen.